“Clever konsumieren” Buchrezension

Eine kompetenter Verfasser macht eine Buchrezension sehr wertvoll, und ich habe mich echt gefreut, diese hier zu finden:

Tina Bauer, ihres Zeichens Buchliebhaberin, hat einen umfangreichen Vergleich – und sie liebt chice Mode, wie sie schreibt.

Wer ebenfalls Bücher liebt und mal vorbei surfen möchte, hat sicherlich Vergnügen an ihrem gut gemachten Blog: http://tinaliestvor.de/?p=3288

 

Vortrag: Mehr Verkaufserfolg im Schmuckverkauf

Bei der jährlichen Verkaufstagung für rund 500 Schmuckverkäufer/Innen der Firma “Magnetix Wellness” Ende August im Darmstadtium ging es um die Stiltypen und für welche Verkaufsargumente sie offen sind.

Wer nämlich die Kleidersprache seiner Kunden verstehen lernt, findet die richtigen Worte und zeigt die Auswahl aus dem Sortiment, die überzeugt. So wird Verkaufen empfängerbezogen und macht (noch) mehr Spaß. Vorbei die Zeiten, wo Verkäufer ständig redeten … Natürlich gab es auch einen Büchertisch und gute Gespräche im Anschluss. Und wie von Zauberhand harmonieren auch meine Buchcover mit der Magnetix-Firmenfarbe.

Foto: Katharina Starlay

Bad hair day?

“Ich habe heute einen bad hair day und hatte auch überhaupt keine Zeit zum Schminken!” erzählte mir diese junge Frau als ich sie ansprach. Nun ja, wenn das bei allen so durchgestylt aussieht wie bei ihr, blicken wir schönen Zeiten entgegen. ;-)

Denn das ist das beste Rezept gegen schlechte Tage: Sich einfach (nach eigenem Empfinden) besonders schön anzukleiden!

**** Individuell stilvoll

Foto: Katharina Starlay, Veröffentlichung mit Genehmigung des Fotomodells

Kleine Frau – ganz groß

Was macht größer/ schlanker/ höher? Diese Frau illustriert, wie es geht: Mit 1.56 m und Konfektionsgröße 36/ 38 (eigentlich Kurzgröße 18/ 19) ist sie das, was man eine kleine Frau nennt – natürlich nur physisch, denn Ausstrahlung und Willensstärke haben durchaus Größe! Das darf Mann ruhig sehen. Die schlanke Passform von Hose und Jacke streckt, und obwohl beide einen kräftigen Farbkontrast haben, wird die Figur von dem schrägen Jackensaum kaum unterteilt. Der tief geschlossene Jackenverschluss mit nur einem Knopf streckt, und die kürzeren Ärmel lassen den Arm länger wirken (wohingegen zu lange Ärmel klein und kindlich aussehen lassen).

Gut gemacht: Die typgerechte, etwas poppige Farbe der Bluse lenkt den Blick des Betrachters ins Gesicht, und die nicht zu hohen Absätze strecken, sichern dabei aber einen souveränen Gang.

Stilnote: *** individuell stilvoll

Foto: Katharina Starlay, Veröffentlichung mit Freigabe des Fotomodells

 

Mit Blick für Struktur

Diese Tangotänzerin versteht etwas von Struktur:
Die Jacke nimmt die Farbe und Struktur Ihrer naturgelockten Frisur wieder auf. Die
farbliche Schlichtheit lässt den festlichen Rüschen-Look aufgeräumt und
einheitlich statt überladen wirken, der blattförmige Schmuck passt in Größe, Form
und Kettenlänge ebenfalls bestens dazu, und die kelchförmigen Ärmel geben
Leichtigkeit. Volumige Materialien wie hier sehen naturgemäß nur an einer so
filigranen Figur richtig gut aus. So geht ein festliches Outfit – auch wenn
Frau nicht mehr zwanzig ist.

Stilnote: *** individuell stilvoll

Foto:
Katharina Starlay, Veröffentlichung mit schriftlicher Freigabe des Fotomodells

Die Merkel-Frage

 

Bildquelle: Wikimedia Commons

Immer wieder werde ich sie gefragt. In Seminaren oder Vorträgen, in
Interviews oder Gesprächen – die Merkel-Frage. … was ich ihr raten und an ihrer
Erscheinung wohl anders machen würde?

Darauf antworte ich genauso stereotyp, und heute auch öffentlich:
Bisher hat Frau Merkel mich nicht gefragt. Was die Bundeskanzlerin auf alle Fälle bestens macht: Durch eine gewisse Gleichförmigkeit ihres Stils ist das Thema ihrer Kleidung weitgehend aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Keine Presse
über Oberarme & Co, von einem seltenen Dekolleté mal abgesehen.

Es gelingt ihr, dass im Zusammenhang mit ihrer Person über Inhalte gesprochen und geschrieben wird – nicht über den neuesten Look. Und das ist für die strategische Positionierung der „Marke Merkel“  die beste Wahl.

Stilnote **vorteilhaft

Foto: Wikipedia Commons

Chapeau, Madame Lagarde!

Lagarde, Christine (official portrait 2011)Es gibt kaum eine Frau, die eine Kurzhaarfrisur so variantenreich frisiert wie Christine Lagarde. Mal wellig – mal glatt, mal mit einer längeren Nackenpartie – mal im gestylten Garconnière-Look, in einem bleibt sie sich immer treu: Sie macht keine Experimente mit ihrer phantastischen Haarfarbe, die trotz völliger Depigmentierung so gar nicht alt aussieht. Da sollte so manche ehemals Dunkelhaarige ins Grübeln kommen, ob sich Durchfärben noch lohnt.

Der lässig-lange Kurzhaarschnitt gibt dem rechteckigen Gesicht mit der hohen Stirn Klarheit ohne es hart wirken zu lassen, der knappe Nacken betont den Schwanenhals, den Frau Lagarde oft und gerne mit halsengen Ketten oder Tüchern betont.

Eines aber dürfen wir lernen, wenn wir mehr ihrer Bilder betrachten: Vom glatten Sleek-Look umrahmt, wirkt jedes Frauengesicht jenseits der Fünfzig um einiges jünger als mit welligem Haar, das einfach zu sehr an ondulierte Großmütter erinnert.
http://www.sexy-stars.net/christine-lagarde-sieht-eskalation-der-wirtschaftslage/2062/
http://3.bp.blogspot.com/-9g10vdvOmuc/Tgom0BLZRQI/AAAAAAAABmw/7R5TEtt_B5A/s1600/christinelagarde.jpg
Chapeau, Madame, für Ihren immer wieder großartigen Auftritt! Und wenn wir uns noch etwas wünschen dürfen: Ab und zu ein bisschen mehr Farbe, für Sie klar und kühl, um auch die Tristesse der Polit-Farben etwas aufzumischen.

Stilnote 4,5 Sterne: *****

Foto: Fonds monétaire international (identité du photographe non mentionnée) / IWF (Name des Urhebers nicht bekannt)

Was uns an Herrn Röttgens neuer Brille gefällt

Die helle Brille korrespondiert mit der Haarfarbe und der Linie der Gesichtskontur, weshalb sie sich absolut harmonisch in das Gesicht einfügt und die Augen lebendig werden lässt. Klasse dazu: Die etwas länger getragenen Koteletten, welche die offene Wirkung am schmalen Grad zum “nett” markant ausbalancieren. Ein Politiker darf eben nicht “nur nett” sein.

Die Brille könnte einen Tick größer sein, der obere Rand harmoniert aber sehr gut mit der Linie der Augenbrauen, was einen klaren, direkten Blick ermöglicht. Wie oft trifft man Menschen, deren Sichtfeld durch zu gerade und wuchtige obere Brillenränder eingeschränkt wird. Außerdem hebt sich die helle Brille angenehm von der in vielen Branchen gerne getragenen und viel zu oft gesehenen eckigen schwarzen “Optikerbrille” ab, die zwar gerne als Signal für Dominanz eingesetzt wird – in den meisten Gesichtern aber wie ein „Möbelstück“ im Gesicht wirkt und von den Augen ablenkt. Die Wähler der Neuzeit aber wollen ihren Politikern in die Augen sehen können. Herr Röttgen hat das erkannt.

Stilnote ***individuell stilvoll

 

Wir schreiben, was gut aussieht

Menschen zu beobachten bildet. Deshalb nehmen wir Sie auf unseren Streifzug durch die Welt mit und teilen mit Ihnen, was uns an deren Outfit gefällt – und warum. Inzwischen kommen wir davon ab, nur bekannte Persönlichkeiten im Stil-Spot zu beleuchten …

„Wir lassen Menschen gut aussehen“ heißt für uns auch, dass wir niemanden bloßstellen. Lieber öffnen wir unsere Augen für typgerechte oder strategisch gut gewählte Farben, figurgünstige Schnitte und attraktive Accessoires, die uns ansprechen, und schreiben darüber. Teilen Sie ihn doch einfach mit uns: Den Blick des Smart Shoppers.

Sie wollen unsere Expertenmeinung zum Auftritt einer Person lesen? Dann schicken Sie uns einfach ein aussagekräftiges und zur Veröffentlichung genehmigtes Foto mit Angabe der Quelle auf stilspot@stilclub.de.

Unser Sternesystem:

* besser als früher
** vorteilhaft
*** individuell stilvoll
**** klasse inszeniert
***** umwerfend