Die Merkel-Frage

 

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Immer wieder werde ich sie gefragt. In Seminaren oder Vorträgen, in
Interviews oder Gesprächen – die Merkel-Frage. … was ich ihr raten und an ihrer
Erscheinung wohl anders machen würde?

Darauf antworte ich genauso stereotyp, und heute auch öffentlich:
Bisher hat Frau Merkel mich nicht gefragt. Was die Bundeskanzlerin auf alle Fälle bestens macht: Durch eine gewisse Gleichförmigkeit ihres Stils ist das Thema ihrer Kleidung weitgehend aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Keine Presse
über Oberarme & Co, von einem seltenen Dekolleté mal abgesehen.

Es gelingt ihr, dass im Zusammenhang mit ihrer Person über Inhalte gesprochen und geschrieben wird – nicht über den neuesten Look. Und das ist für die strategische Positionierung der „Marke Merkel“  die beste Wahl.

Stilnote **vorteilhaft

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Was uns an Herrn Röttgens neuer Brille gefällt

Die helle Brille korrespondiert mit der Haarfarbe und der Linie der Gesichtskontur, weshalb sie sich absolut harmonisch in das Gesicht einfügt und die Augen lebendig werden lässt. Klasse dazu: Die etwas länger getragenen Koteletten, welche die offene Wirkung am schmalen Grad zum “nett” markant ausbalancieren. Ein Politiker darf eben nicht “nur nett” sein.

Die Brille könnte einen Tick größer sein, der obere Rand harmoniert aber sehr gut mit der Linie der Augenbrauen, was einen klaren, direkten Blick ermöglicht. Wie oft trifft man Menschen, deren Sichtfeld durch zu gerade und wuchtige obere Brillenränder eingeschränkt wird. Außerdem hebt sich die helle Brille angenehm von der in vielen Branchen gerne getragenen und viel zu oft gesehenen eckigen schwarzen “Optikerbrille” ab, die zwar gerne als Signal für Dominanz eingesetzt wird – in den meisten Gesichtern aber wie ein „Möbelstück“ im Gesicht wirkt und von den Augen ablenkt. Die Wähler der Neuzeit aber wollen ihren Politikern in die Augen sehen können. Herr Röttgen hat das erkannt.

Stilnote ***individuell stilvoll