Gutes Foto – halb gewonnen

Annette Schavan

Dies ist eine stilistische Betrachtung, die in keinem Zusammenhang mit der Diskusssion um die Doktorarbeit von Frau Schavan steht (8.Februar 2013):

Ein rundum stimmiger Auftritt. Aus diesem Foto von Annette Schavan dürfen wir diese zwei Dinge lernen:

Erstens: Ein gut gemachtes Foto gehört zu einem professionellen Auftritt einfach dazu! Ob in den Social-Media-Portalen, auf Bewerbungsmappen oder vor der Presse – halbschattige, schlecht ausgeleuchtete oder ungepflegt frisierte Darstellungen schaden dem Image und verhindern damit den gewünschten Effekt der Selbstvermarktung. Wer später berühmt werden möchte, sollte sich schon jetzt Gedanken machen, welche Bilder von sich ins www – und damit an die Weltöffentlichkeit – gelangen. Gerade Frauen sollten sich zudem nie von schräg oben fotografieren lassen, es wirkt zu sehr nach »kleinem Mädchen«.

Zweitens: »Hals frei« wirkt im engen Bildausschnitt eines Porträtfotos immer eleganter, offener. Blusen- und Reverskragen plus womöglich noch schulterlanger Haare oder auch üppige Halstücher lassen auch die schickste Expertin im Interview vor der Kamera halslos erscheinen. Frau Schavan verzichtet auf angenehme Weise darauf und gibt ihrer klaren Ausstrahlung Raum.

Stilnote **** klasse inszeniert

Foto: Wikipedia Commons