Durchgestylt und lässig

Dieser Aussteller auf der Kölner Digital Economy-Messe DMexco zeigt, dass die Liebe zum Detail nicht dandyhaft wirken muss. Die Stoffe passen zueinander, der Kontrast von kalten Farben oben und dem warmen Sandbeige unten lässt die Zusammenstellung zufälliger und nicht so gewollt wirken. Einzig die Krawatte ist ein bisschen zu lang – die Spitze sollte auf der Gürtelmitte enden. Liebevolle Details aber verraten Sorgfalt: Die Socken sind in der Farbe der Krawatte gewählt (so etwas geht auch nur in der IT-Branche) und die Kanten der Eingriffe bei den Hosentaschen sind im selben Blau paspeliert … Da muss nicht nur der Träger lächeln. :-)

Foto: Katharina Starlay, Veröffentlichung mit Genehmigung des “Models”

Bad hair day?

“Ich habe heute einen bad hair day und hatte auch überhaupt keine Zeit zum Schminken!” erzählte mir diese junge Frau als ich sie ansprach. Nun ja, wenn das bei allen so durchgestylt aussieht wie bei ihr, blicken wir schönen Zeiten entgegen. ;-)

Denn das ist das beste Rezept gegen schlechte Tage: Sich einfach (nach eigenem Empfinden) besonders schön anzukleiden!

**** Individuell stilvoll

Foto: Katharina Starlay, Veröffentlichung mit Genehmigung des Fotomodells

Kleine Frau – ganz groß

Was macht größer/ schlanker/ höher? Diese Frau illustriert, wie es geht: Mit 1.56 m und Konfektionsgröße 36/ 38 (eigentlich Kurzgröße 18/ 19) ist sie das, was man eine kleine Frau nennt – natürlich nur physisch, denn Ausstrahlung und Willensstärke haben durchaus Größe! Das darf Mann ruhig sehen. Die schlanke Passform von Hose und Jacke streckt, und obwohl beide einen kräftigen Farbkontrast haben, wird die Figur von dem schrägen Jackensaum kaum unterteilt. Der tief geschlossene Jackenverschluss mit nur einem Knopf streckt, und die kürzeren Ärmel lassen den Arm länger wirken (wohingegen zu lange Ärmel klein und kindlich aussehen lassen).

Gut gemacht: Die typgerechte, etwas poppige Farbe der Bluse lenkt den Blick des Betrachters ins Gesicht, und die nicht zu hohen Absätze strecken, sichern dabei aber einen souveränen Gang.

Stilnote: *** individuell stilvoll

Foto: Katharina Starlay, Veröffentlichung mit Freigabe des Fotomodells

 

Mit Blick für Struktur

Diese Tangotänzerin versteht etwas von Struktur:
Die Jacke nimmt die Farbe und Struktur Ihrer naturgelockten Frisur wieder auf. Die
farbliche Schlichtheit lässt den festlichen Rüschen-Look aufgeräumt und
einheitlich statt überladen wirken, der blattförmige Schmuck passt in Größe, Form
und Kettenlänge ebenfalls bestens dazu, und die kelchförmigen Ärmel geben
Leichtigkeit. Volumige Materialien wie hier sehen naturgemäß nur an einer so
filigranen Figur richtig gut aus. So geht ein festliches Outfit – auch wenn
Frau nicht mehr zwanzig ist.

Stilnote: *** individuell stilvoll

Foto:
Katharina Starlay, Veröffentlichung mit schriftlicher Freigabe des Fotomodells

Heller Kopf mit Zopf

Zum Zopf gebundene Haare sind in Öffentlichkeit und Business nicht immer einfach. Zwar räumt es den Hals frei und sorgt für mehr Sachlichkeit, viele Frauen binden ihn aber zu hoch. Insbesondere bei blondem Haar wirkt der Look dann kleinmädchenhaft. Und das kann Frau im Geschäftsleben nun wirklich nicht gebrauchen. Helle Thorning-Schmidt macht vor, wie es geht: Die dänische Politikerin bindet ihren Zopf tief und nicht zu streng – für eine entspannt-elegante Optik.

Stilnote: *** individuell stilvoll

Foto: Wikipedia Commons

Was uns an Herrn Röttgens neuer Brille gefällt

Die helle Brille korrespondiert mit der Haarfarbe und der Linie der Gesichtskontur, weshalb sie sich absolut harmonisch in das Gesicht einfügt und die Augen lebendig werden lässt. Klasse dazu: Die etwas länger getragenen Koteletten, welche die offene Wirkung am schmalen Grad zum “nett” markant ausbalancieren. Ein Politiker darf eben nicht “nur nett” sein.

Die Brille könnte einen Tick größer sein, der obere Rand harmoniert aber sehr gut mit der Linie der Augenbrauen, was einen klaren, direkten Blick ermöglicht. Wie oft trifft man Menschen, deren Sichtfeld durch zu gerade und wuchtige obere Brillenränder eingeschränkt wird. Außerdem hebt sich die helle Brille angenehm von der in vielen Branchen gerne getragenen und viel zu oft gesehenen eckigen schwarzen “Optikerbrille” ab, die zwar gerne als Signal für Dominanz eingesetzt wird – in den meisten Gesichtern aber wie ein „Möbelstück“ im Gesicht wirkt und von den Augen ablenkt. Die Wähler der Neuzeit aber wollen ihren Politikern in die Augen sehen können. Herr Röttgen hat das erkannt.

Stilnote ***individuell stilvoll