Ein Blick hinter die Kulissen: Zuschnittplanung

Was viele nicht wissen: Auch hinter einem rentablen Zuschnitt in der Produktion steht ein (Zuschnitt-) Plan. Der Stoffverbrauch spielt nämlich absolut eine Rolle. Pro Konfektionsgröße werden die Schnittteile inklusive aller Kleinteile wie Ober- und Unterkragen ineinander gelegt bis der so genannte “Verschnitt” so gering wie möglich ist. Je höher die Auflage, desto wichtiger ist das für die Kalkulation. Das Hell-Orangene ist zum Beispiel ein eng sitzender Bleistiftrock mit Schlitz in der Hinteren Mitte und doppelten Abnähern hinten …

Foto: Katharina Starlay mit freundlicher Genehmigung des Produzenten

Ein Blick hinter die Kulissen: Im Schnittatelier

Was aussieht wie Altpapier ist in Wahrheit geballte Stilkompetenz: Jedem Modell oder Kleidungsstück liegt zunächst ein ausgetüftelter und vielfach probierter Urschnitt zugrunde, aus dem später die Industrieschnitte gemacht und die Größensätze gradiert werden.

Hier entscheidet sich, wie eng oder weit ein Kleidungsstück werden soll, in welchen Größen es produziert wird und ob Stoff und Schnitt überhaupt zusammen passen. Denn die Passform ist das A und O des guten Stils – und sitzen tut das gute Stück erst, wenn alle Komponenten stimmig sind. Gute Modellentwicklung ist also teuer. Wir erkennen sie an der Harmonie von Schnitt, Stoff und Passform. Und diese Qualität sollten wir uns wert sein.

Foto: Katharina Starlay mit freundlicher Genehmigung des Produzenten

 

Der Kniff mit der Kante – woran Sie Qualität bei Taschen erkennen

Woran lässt sich Verarbeitungs-Qualität bei Taschen eigentlich erkennen? Unter anderem an den Kanten: Sind sie eingeschlagen wie hier, spricht das für eine hochwertige Verarbeitung, denn das Einschlagen ist natürlich erheblich aufwändiger als die oft gesehene offene Kante.

Das Material muss großzügiger zugeschnitten werden, und alle zu verbindenden Kanten werden an den späteren Nahtstellen mit viel Präzision und Zeitaufwand ausgedünnt. Auch das Vernähen der aneinander gefügten Taschenteile bedeutet Aufwand und braucht die ruhige Hand eines erfahrenen Feintäschners, damit sie nicht verrutschen und es ein gerades Nahtbild gibt.

Es ist keine Frage, dass die eingeschlagenen Kanten auch viel langlebiger sind als die eingefärbten offenen. 

Wahre Meisterstücke der Verarbeitung – noch dazu als Unikate – finden sich zum Beispiel in dieser Deutschen Manufaktur.

Foto: Dirk Römer, Hanford & Römer

 

Clever konsumieren bei »Echtmaß« in Frankfurt

Herrenausstatter EchtmaßBei „Echtmaß“ in Frankfurt wird clever konsumiert. ;-)   Schon allein, weil eine besondere, sorgfältig zusammen gestellte Garderobe eine längere Lebensdauer hat, weil sie einem länger gefällt. Der Spezialist für Herrenausstattung hat unser Buch zum Schmökern und Sichten in seinem Laden bereit gelegt – direkt neben einer Auswahl stilvoller Einstecktücher und Krawatten, die Besitzer Gernot Korth selbst mit viel Geschmack auswählt. Besonders gelungen ist übrigens auch die Präsentation der Einstecktücher, die nicht nur das Dessin, sondern auch den Griff und Faltenwurf der Stoffe zeigt:
http://www.echtmass.de/

 

Clever konsumieren – ab jetzt auch als E-Book

Ab sofort auch als E-Book: “Clever konsumieren – Wertvolles Wissen für eine bewusste Wahl”

Wie erkenne ich als Konsument, wo der Preis noch im Produkt – und wo schon im Marketing steckt? Wie viel Geld ist das Renommee, eine begehrliche Marke zu haben/ zu tragen/ zu fahren überhaupt wert? Und wann darf das gute Stück kaputt gehen?

Das Buch beschreibt die Parameter, nach denen wir als Kunde die Qualität – und was sie uns wert ist –, selbst wieder einschätzen lernen können. Intelligenter Konsum in den Kategorien Kleidung, Kosmetik, Schmuck, Lederwaren & Co. wird nachvollziehbar beschrieben, und sie erhalten Einblick in Zusammenhänge der Produktion. So wird nach „Stilgeheimnisse“ auch dieses zweite Buch der Autorin ein praktischer Begleiter im Lebensalltag, der hilft, Geld nicht unnötig auszugeben und gleichzeitig Qualität in den kleinen Dingen des Alltags schätzen zu lernen.

Buch-Cover: FAZ Buch Verlag

Corporate Clothing auf der Bühne

Der Wirtschaftsrat Hessen ist der erste, der das Thema am 18. November auf eine Deutsche Bühne brachte. Eingeladen wurde vom TÜV Hessen.

In meinem Vortrag ging es um die Frage, was Corporate Clothing – umgangssprachlich meist Corporate Fashion, Corporate Wear, Dienstkleidung oder auch Uniform genannt – für die Ausstrahlung von Menschen und Unternehmen überhaupt bedeutet. Und für Ihren Erfolg: Denn im direkten Kundenkontakt zeigt sich, was an den Werbeversprechen dran ist. Eine Marke, die hier “durchfällt”, setzt im selben Moment so manches Marketingbudget in den Sand.

Dem Vortrag folgte eine Podiumsdiskussion, in welcher deutlich wurde, wie facettenreich das Thema in Wirklichkeit ist. Schließlich geht es um eine ganze Welt der Symbole, die das Vertrauen von Kunden gewinnen will …

Foto: Matthias Voigt, Freier Redakteur und Fotograf, Darmstadt

Corporate Clothing – modisch umgesetzt

Hostessenkleidung bei den MTV Music Awards in GlasgowDer Anruf kam Ende September. Keine “Agentur” hatte die Wünsche des Kunden, ein jugendliches Kleid im Sixties-Style für die Hostessen zu entwerfen, erfüllen können. Da stellt sich die Frage, ob Textilproduktion überhaupt Aufgabe einer Werbeagentur ist? Mein Textilproduzent und ich jedenfalls hatten die Idee, die Schnitte und Stoffe da, um dieses “Mädchenkleid” für die jugendliche Marke in Rekordzeit bis Ende Oktober umzusetzen. Der MTV-Award in Glasgow konnte starten! Und die jungen Frauen haben sich wohl gefühlt …

Foto: Zur Verfügung gestellt von der Marke Cosnova, Veröffentlichung mit Genehmigung des Models

Was war die Ursache für meinen größten Shopping-Unfall?

… wer diese Frage beantwortete, hat an der Verlosung eines Exemplars von “Clever konsumieren” auf dem Buchliebhaber-Portal Lovely Books teilgenommen. Gewonnen hat schließlich diese absolut lebensechte Geschichte: 

kassandra1010 schreibt am 05.11. um 13:50 Uhr: “Ein paar Prada-Stiefel, zu dem leider nichts aus meiner ganzen Kleiderschrankkollektion passt. Die habe ich in Mailand für ein Vermögen gekauft, dann hier wasserdicht besohlen lassen und seit dem genau 1 x getragen. Durch die neue Besohlung quietschen die Stiefel so stark, dass es jetzt auch nichts mehr macht, dass aus dem Kleiderschrank nichts mehr dazu passt. Sie stehen seit 3 Jahren ungetragen im Schuhschrank…..”

Die Lektüre hilft übrigens, solche Fehlgriffe in Zukunft zu vermeiden. Zum Beispiel gibt es ein langes Kapitel über Schuhe …